Das Wetter 2011, ein auf und ab ??? Ja das Wetter in 2011 hatte schon seine Fassetten, kalt und warm, verregnet, Stürme ja bis hin zum Orkan Joachim, es war alles dabei und dennoch kann man von einem der wärmsten Frühjahre aber vor allem dem wärmsten Herbst seit 1861 berichten. Das Jahr 2011 ging damit als warm, trocken und überaus sonnenscheinreich in die Klimastatistik ein.
Dagegen erreichte die Niederschlagssumme trotz eines trockenen Frühjahrs und einer Rekordtrockenheit im November landesweit noch rund 90 Prozent des Klimamittels.
Dank der außergewöhnlich häufigen Hochdruckwetterlagen wurde zudem das drittsonnigste Jahr seit Messbeginn im Jahre 1951 registriert (Quelle DWD).
Januar, am Neujahrstag lag immer noch überall eine geschlossen Schneedecke, die Frostperiode wurde ab dem 6. Januar immer wieder unterbrochen. Dennoch spielten sich die Temperaturen meist um den Gefrierpunkt ab. Die kältesten Tage des vergangenen Januars traten zum Anfang (-8,8 °C) und Ende (-6,9°C) des Monats auf. Die Gesamt Regenmenge betrug 103,6 l/m2 zusammen mit dem ständigen Temperaturwechsel und dem anhaltendem Tauwetter führte dies in den Hochwassercentren zu einer angespannten Wetterlage.
Februar, Anfangs des Monats war es mit -5,9 immer noch kalt was sich aber langsam ab Mitte des Monats hin zu plus Graden entwickelte. Mancherorts so auch bei meiner Wetterstation wurde als Spitzenwert +14,7 °C gemeldet. Alles in allem war der Februar mit seiner gesamten Regenmenge von 16,8 l/m2 sehr trocken. Dies sollte aber erst der Anfang eines recht trockenen Frühjahres in unserer Gegend werden.
März, Sehr viele sonnige und schon recht warme Frühlingstage haben den März geprägt. Die Niederschlagsmengen lagen weit unter den langjährigen Mittelwerten gerade mal 17,2 l/m2 waren zu verzeichnen. Ruhige Hochdruckwetterlagen in Verbindung mit sehr trockener Luft und daher entsprechend klar und frostig zeigten sich die meisten Nächte. Die kältesten Nächte waren am Anfang des Monats mit einer Temperatur von -2,8 °C zu vermelden, doch meistens zeigte sich der März von seiner schönsten sonnenreichsten Zeit was sich in den Temperaturen bei einem Spitzenwert von 21,8 °C (gemessen am 25,3.2011 15:35 Uhr) zeigte.
April, Auch in diesem Jahr hat es wiederrum nicht das klassische, unbeständige Aprilwetter gegeben. Wie schon in den Jahren 2007 und 2009 verlief der April außergewöhnlich trocken und sehr sonnig. Was sich neben der gesamt Regenmenge von 24,4 l/m2 aber vor allem an den Temperaturen zeigte. So war ein Spitzenwert von 27,2 °C am 29.04 zu vermelden. Alles in allem wurden im Durchschnitt 14,3 °C gemessen.
Mai, Auch der letzte der drei Frühlingsmonate verlief vielfach schon sommerlich warm. Verbreitet war es sehr sonnig und gebietsweise, vor allem in Teilen von Rheinland-Pfalz, des Saarlands, Nordrhein-Westfalens und Hessens in der Land- und Forstwirtschaft, ging die frühsommerliche Witterung sogar schon mit einer massiven Dürre einher. Zwar wurde bei der Regenmenge in meiner Wetterstation ein Wert von 43,2 l/m2 erreicht aber dennoch lagen die Temperaturen weit über den normalen Werten mit einer durchschnittlichen Temperatur von 17,4 °C macht der Wonnemonat Mai seinem Namen alle Ehre. Spitzenwert war mal wieder ein Wert von 31,9 °C am 30.05.2011, Tiefsttemperatur 0 °C. Das Frühjahr 2011 war das trockenste und sonnigste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1893. Außerdem gingen die Monate März, April und Mai als die zweit wärmsten Frühlingsmonate in die Klimastatistik ein (Quelle DWD).
Juni, Nach den extrem trockenen und sonnigen Frühjahrsmonaten hat im Juni das typisch Sommerwetter Einzug gehalten. Ständige Wetterwechsel waren im Murgtal zu vermelden. Neben Regenmengen von bis zu 18,2 l/m2, Großteil der Niederschläge fiel durch Schauer und Gewitter, wurde eine Gesamtmenge von 87,2 l/m2 aufgezeichnet. Auch bei den Temperaturen war ein auf und ab zu vermelden min. 9,8°C max. 35,0°C war schon ein krasser Gegensatz im Mittel waren es 19,1 °C.
Juli, Der Monatsanfang zeigte sich noch von seiner schönsten Seite, als Spitzenwert des Monats wurden max 33,9 °C am 12.07.2011 gemessen, die Tiefsttemperatur min. dagegen lag bei kühlen 8,7 °C. Auch bei der gesamt gemessenen Regenmenge von 86,6 l/mm2 lagen wir eher unter den normalen Werten Deutschlands. Der Juli ist daher der erste Monat des Jahres gewesen, der kühler als im Durchschnitt war.
August, Nach dem extrem trockenen Frühjahr zeigte sich der Sommer von einer ganz anderen Seite. Mit den Temperaturen ging es auf und ab (wie schon im Juni/Juli berichtet), Tage mit Badewetter blieben zum Leidwesen der Urlauber die Ausnahme. Dazu regnete es häufig, es waren 16 Regentage im August zu verzeichnen und das bei einer aufgezeichneten Gesamtmenge von 121,4 l/mm2 Die Temperaturen lagen min. bei 10,7°C / max. 35,1 °C im Mittelwert wurden 20,3 °C ermittelt.
September, Altweibersommer in absoluter Höchstform, nach anfänglichen Startschwierigkeiten war der September mit einer der schönsten Monate der vergangenen Wetterjahres. Zwar waren die Temperaturen mit min. 8,7°C und max. 30,8°C nicht unbedingt die wärmsten und auch die Regenmenge gesamt mit 66,4 l/m2 war nicht weit unter dem Mittel ?? So war es die Sonnenscheinzeit welche einem schon in den eigentlich herbstlichen Jahreszeit aus dem Hause trieb, zur Monatsmitte folgte ein deutlich kühlerer aber dennoch sonniger Witterungsabschnitt
Oktober, goldener Oktober ja der machte seinem Namen alle Ehre mit 167:10 Sonnenscheinstunden geht der diesjährige Oktober als einer der “goldensten” der vergangenen Jahrzehnte in die Klimastatistik ein. Warmem Altweibersommerwetter zum Monatsauftakt folgten zwar wiederholt ersten herbstlichen Temperaturen so waren es min. -2,1 °C und max 25,6°C welche an der Wetterstation aufgezeichnet wurden. Die Regenmenge gesamt im Monat Oktober belief sich auf 63,0 l/m2 . Dennoch blieb der Oktober seinem Namen treu ….
November, Der November 2011 geht als Rekordmonat in die Klimastatistik ein. Seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881 war es noch nie so trocken !! Bei uns wurden gerade einmal 4,6 l/m2 aufgezeichnet. Dennoch war es nicht der sonnigste Monat, nein ganz im Gegenteil bestimmt durch Nebel teilweise bis in die späten Nachmittagsstunden im Mittel wurden gerade einmal 5,5°C gemessen. Die Min./MAX Werte betrugen: min.-0,8 /max 16,0°C.
Dezember, ein Tiefdruckgebiet jagte das andere aber von weiße Weihnachten keine Spur. Der Dezember 2011 war ungewöhnlich nass und dazu sehr mild und trüb ausgefallen. Es gab im Dezember in Verbindung mit sehr markant ausgeprägten Westwetterlagen nicht nur viel Regen, sondern auch Tage mit Sturm- und Orkanböen.. Ja und was haben diese Tiefs gebracht ?? Ziemlich viel Regen und Wind. Herausragendes Ereignis war das Orkantief „JOACHIM“ in manchen Regionen so auch bei uns waren Straßen wieder unpassierbar. Bäume stürzen um, aufgrund der kurzfristigen enormen Regenmenge traten Bäche und Flüsse aus Ihren Bach.- Flussbetten beängstigt schnell empor……. Dennoch verliefen die Auswirkungen von Sturmtief Joachim relativ glimpflich. Die Regenmenge betrugt 227,2 l/m2 bei den Temperaturen wurden Min. -1,3°C sowie Max. 15,8°C aufgezeichnet.