Jahresrückblick 2013

Das Wetter 2013, fiel bei Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein durchschnittlich aus ….
Das Jahr 2013 fiel in Deutschland recht durchschnittlich aus. Während die Temperaturen bundesweit etwas über dem langjährigen Mittel lagen, blieben Niederschlag und Sonnenschein leicht darunter (Quelle DWD). Die Wetterstation Gaggenau (Klammerwerte 2012) erreichte bei den Temperaturen im Jahr 2013 durchschnittlich 11,1°C (11,4°C) und präsentierte sich mit einer Gesamtregenmenge von 1116,2 l/m² (1083,2 l/m²). Landesweit betrachtet war Baden-Württemberg das zweitniederschlagsreichste Bundesland und wurde nur vom Saarland übertroffen. Anfänglich mit mildem Start war es winterliches Wetter welches sich ab Mitte Januar 2013 mit einzelnen Unterbrechungen bis Anfang April festsetzte. Innerhalb diesem Zeitraum wurde auch die Minimaltemperatur des Jahres 2013 im Januar mit -7°C vermeldet.  Ab Mitte April erfolgte ein kräftiger Temperaturanstieg auf teilweise früh-sommerliche Werte. Der Mai war dagegen kühl und eher nass. Zum Monatswechsel Mai auf Juni fiel im Alpenraum und Erzgebirge extremer Starkregen. Ein jeder wird sich, an die unvorstellbaren Bildern in den Nachrichten gut erinnern, Hochwasser in deren Folge Menschen an Donau und Elbe gegen die Wassermassen kämpften. Der Sommer brachte manche Hitzewellen, die örtlich mit starken Gewittern, stellenweise begleitet von Hagelschlag, vielerorts zu Ende gingen. Der Maximalwert des Jahres wurde im Juli mit 37,6°C aufgezeichnet. Der Herbst war mit etlichen Tiefdruckgebieten gespickt, welche auch für dessen ausgiebige Regenmengen verantwortlich waren. Wieder war es ein warmer Dezember welcher das Jahr abschloss.

Januar, trotz Kältewelle blieb das Temperaturmittel im Plus Bereich….                         Milde und kalte Witterungsperioden wechselten sich ab, der Januar 2013 beeindruckte durch eine lange Kältewelle, die für eine negative Temperaturbilanz allerdings bei weitem nicht ausreichte. Ursache hierfür waren frühlingshafte Phasen in der ersten Dekade und gegen Monatsende. Dennoch holte der Winter immer wieder sein komplettes Repertoire hervor Dauerfrost, Schneefall, Blitz Eis und empfindbar kalte Tage waren immer wieder an der Tagesordnung. Bei den Temperaturen konnte man dies eindringlich aufzeigen, der Minimalwert betrug -7,0°C am 26.01 was auch gleichzeitig den Tiefstwert im Januar darstellte. Beim Maximalwert wurden am 30.01 rekordverdächtige und frühlingshafte 16,7°C vermeldet. Insgesamt verlief der Januar tendenziell eher milder was man am Durchschnittswert mit 2,6°C gut erkennen konnte. Mit einer Gesamtregenmenge von 56 l/m2 (vieljährige Mittelwerte laut DWD 75 l/m2 gehörte unsere Region zu den eher trockenen Gebieten Deutschlands.

Februar, brachte dem Murgtal relativ wenige Sonnenscheinstunden, aber reichlich Niederschlag….                                                                                                                                      An den ersten Februartagen bestimmte eine milde Westströmung das Wetter auch in unserer Region. Hierbei wurde auch der Maximalwert des Monats mit 10,8°C am 01.02 aufgezeichnet. Rekordverdächtig war auch an diesem Tag die Regenmenge mit 27,2 l/m2, als Vergleich Baiersbronn meldete 86 l/m² an diesem Tag!! Ebenso traute manch einer seinen Augen und Ohren nicht, über die ersten teilweise heftigen Gewitter in 2013 welche innerhalb dieses Zeitraumes vorkamen!! Im laufe des Monats bestimmte kältere Luft mit häufigen, teils auch starken Schneefällen das Wettergeschehen. Der Temperaturdurchschnitt lag bei 1,0°C, bei der Minimaltemperatur wurden am 10.02 -6,7°C aufgezeichnet. Im ganzen Monat herrschte extreme Sonnenscheinarmut was sich auch in den gemessenen Sonnenscheinstunden mit gerade einmal 56h bemerkbar machte. Mit 90,6 l/m2 zählte unsere Region zu den niederschlagsreisten Gebieten in Baden-Württemberg.

März, Kälte und Wind ließen kaum Platz für Frühlingsgefühle…..                                              Nach recht mildem Beginn, zeitweise mit einem leichten Hauch von Frühling, geriet auch unsere Region in den Zustrom teilweiser sehr kalter, arktischer Luftmassen. Innerhalb von sechs Tagen wurde ein Temperatursturz von sensationellen 25°C vermeldet. Der März 2013 bleibt uns mit Sicherheit dauerhaft in Erinnerung er gilt als einer der sechs kältesten Märzmonaten seit Messbeginn 1881 (Quelle DWD). Bundesweit betrachtet war der März deutlich zu kalt, mit wenig Niederschlag. Bei den Temperaturen waren es im Durchschnitt gerade einmal 4,1°C. Wobei anfänglich tatsächlich nahezu frühlingshafte 17,4°C am 7.03, gleichzeitig auch der Maximalwert, aufgezeichnet wurden. Diese Temperaturwerte wurden aber schnell wieder durch minusgrade überschattet so wurde am 14.03 der Minimalwert des Monates mit -6,8°C vermeldet. Die Gesamtregenmenge belief sich auf 33,4 l/m2.

April, war kühl, windig und niederschlagsreich, aber auch schon angenehm warm….. Dem frostigen März folgte zum Monatswechsel ein Osterfest mit Höchstwerten wenig über dem Gefrierpunkt – tatsächlich war es dieses mal verbreitet kälter als zu Weihnachten, was eigentlich recht selten ist. Die Durchschnitts-temperatur der Wetterstation lag im April bei 11,1°C. Bei dem Tiefstwert des Monats wurden -1,7°C am 1.04 (Ostermontag) vermeldet. Langsam aber sicher entwickelte sich alles in Richtung Frühling und jeder sehnte sich dem Ende des viel zu langen Winters entgegen. Frühsommerliche 26,3 °C am 17.04, gleichzeitig der Monatshöchstwert, da konnte es keinen mehr von einem kühlen ersten Eis abhalten. Mit 83 l/m² war auch unsere Region das zweitniederschlagsreichste innerhalb Deutschlands

Mai, war der zweitfeuchteste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1881, nur im Jahr  2007 regnete es noch mehr……                                                                                                           Wer sich auf einen schönen Frühlingsmonat gar Wonnemonat MAI gefreute hatte, wurde bitter enttäuscht. Er geht als zweit nässester Monat, nur der Mai 2007 war noch nässer, seit beginn der Wetteraufzeichnung im Jahre 1881 in die Klimageschichte ein (Quelle DWD). Mit einer aufgezeichneten Niederschlagsmenge der Wetterstation Ottenau, von sage und schreibe 192,8 l/m2 gegenüber 71,4 l/m2 im Mai 2012 konnte man dies recht gut verdeutlichen. Leider ein trauriger Rekordwert wenn man die vielen Überschwemmungen gerade zum Monatsende landesweit betrachtet. Dabei war es das Unwetter am letzten Tag des Mai´s  welches mit einem Tagesrekordwert von 73,6 l/m2 hierfür verantwortlich war. Auch die Sonne hielt sich meist hinter Wolken verborgen, in den Hochlagen meldete sich vereinzelt mit Schneefällen sogar der Winter zurück. Mit einer Durchschnittstemperatur von 12,9°C war der Mai etwas kühler als normal. Beim Maximalwert des Monats wurden sommerliche 24,8°C am 28.05 erreicht. Verspätete Eisheilige brachten am 25.05 mit 3,3°C gleichzeitig auch der Minimalwert des Monats, nochmals kühle Temperaturen mit sich.

Juni, wurde lange seinem Ruf als Sommermonat nicht gerecht……                                     Der viele Regen, besonders zu Anfang des Monats, und das daraus resultierende Jahrhundert-hochwasser waren herausragende aber auch traurige Ereignisse. Die Temperaturunterschiede von Woche zu Woche mit einer kurzen, aber heftigen Hitzewelle, die mit Unwettern zu Ende ging, prägten diesen ersten Sommermonat des Jahres. Zwischen dem 17. und 20. bescherte uns heiße Luft aus dem afrikanischen Raum eine kurze, intensive Hitzewelle. Eine markante Kaltfront sorgte im Anschluss mit einem gravierenden Temperatursturz für ein abruptes Ende dieses sommerlichen Intermezzos. Mit Sicherheit erinnert sich noch jeder an das Unwetter am 20.06 in dessen Verlauf Spitzenwindböen an der Wetterstation Gaggenau von 61,2 km/h gemessen wurden, leider wurden auch viele Dächer in Mitleidenschaft gezogen. Bei den Temperaturen wurde im Juni der Maximalwert von 36,6°C am 18.06 aufgezeichnet, die Minimal-temperatur lag am 03.06 bei 8,8°C. Die Gesamtregenmenge belief sich auf 76 l/m2.

Juli, der Sommer machte nach anfänglichen Aussetzern seinem Namen alle Ehre…..      Viele hatten den Sommer zu früh abgeschrieben. Aber dann fast pünktlich zum Start in den Juli übernahm ein Hoch die Regie und brachte in der Folge zwei bis drei Wochen angenehm warmes Sommerwetter. Dies zeigte sich auch an der Durchschnittstemperatur mit 22,6°C ein wirklicher Sommermonat !! Daneben gehörte der Juli-2013 sogar zu den sieben wärmsten Julimonaten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881(Quelle DWD).  Außergewöhnlich viel Sonnenschein mit angenehmen Temperaturen, später aber bei zunehmender Hitze und Schwüle auch große Trockenheit. Am letzten Juli Wochenende kletterte die Temperatur teilweise auf neue Rekordmarken so wurde der Maximalwert am 27.06 mit 37,6°C vermeldet. Im Anschluss wurde diese Hitzewelle durch regional schwere Gewitter auf einen Schlag kurzfristig beendet. Der Minimalwert wurde mit 10,7°C am 12.07 aufgezeichnet. Die Gesamtregenmenge belief sich auf 40,8 l/m2, nur im Jahr 1983 war der Juli noch trockener.

August, der Sommer geht weiter, oder wird es doch bald Herbst …..                                     anfänglich geprägt von rekordverdächtigen sommerlichen Tagen und Temperaturen ging es im laufe des August´s gefühlt langsam aber sicher in Richtung Herbst. In Erinnerung dürfte allen noch die erste Augustwoche sein, die mit großer Hitze aufwartete, in deren Folge der Maximalwert am 02.08 von 37,4°C erreicht wurde. Betrachtet man den Durchschnittswert mit 20,7°C so konnte man noch von einem sommerlichen Monat sprechen. Dennoch fielen die Temperaturen in jeder Dekade leicht ab. Dies machte sich auch beim Minimalwert mit 10,1°C am 21.8 bemerkbar. Teilweise entdeckte man in der letzten Augustwoche sogar morgendliche Nebelfelder, die das ihrige zum nahenden meteorologischen Herbstanfang beitrugen. Die Gesamtregenmenge wurde mit 68,8l/m2 vermeldet.

September, brachte Temperaturen jenseits der 30 Grad, aber auch bereits einstellige Werte…                                                                                                                                                   zu Beginn des Monats brachte uns ein Hoch teilweise spätsommerliche Temperaturen in deren Folge der Maximalwert von 31,6°C  am 6.09 vermeldet wurde. Leider aber auch nur ein kurzes Wetterintermezzo welches nach der ersten Woche mit stetig abfallenden Temperaturen, sein jähes Ende fand. Eine kühle und unbeständige Nordwestlage machte sich breit. Regen und herbstlich kühle Nächte, oft auch nebelig-trübes Wetter, waren an der Tagesordnung. Bei der Minimaltemperatur wurden erstmalig einstellige Werte vermeldet, mit 8,2°C am 19.09 war es schon recht kühl. Bemerkbar machte sich diese Wetterlage auch an der Durchschnittstemperatur welche mit 16,3°C dennoch als herbstlich angenehm zu bezeichnen war. Aufgrund der Gesamtregenmenge von 116,8 l/m2 war es eher ein verhältnismäßig nasser September.

Oktober, im Wechselbad der Gefühle, nass und ungewöhnlich warm……                             nach einem freundlichen Beginn, beherrschten meistens Tiefdruckgebiete das Wetter im Oktober 2013. Häufige Niederschläge ließen nur wenig Platz für sonnige, goldene Oktobertage. Die Gesamtregenmenge belief sich auf    163,8 l/m2, rekordverdächtig war der 15.10 mit einer Tagesmenge von stattlichen 42,6 l/m2, welche in unserer Region nur noch von Baiersbronn mit 65,3 l/m2 übertroffen wurden. Betrachtet man den Oktober insgesamt, so fiel dieser mit einer Durchschnittstemperatur von 13°C deutlich zu mild aus. Die Sonnenschein-dauer war Tendenziell mit 146h im normalen Bereich. Bei der Maximaltemperatur konnten nochmals am 26.10 spätsommerliche 25.3°C  vermeldet werden. Dennoch gab es kühle, meist regnerische Tage in deren Folge am 12.10 der Minimalwert von 1,9°C  aufgezeichnet wurde. Gegen Ende des Monats gab es die ersten frühmorgendlichen Nebel oder Hochnebelfelder, welche aber meistens nicht lange von Dauer waren. Am 27/28.10 tobte der erste schwerere Herbststurm „Orkantief – Christian“ .

November, bringt Wärme, vom Frühling in den Winter……                                                    der Monatsanfang war geprägt von zahlreichen Tiefdruckgebieten in deren Folge häufige Niederschläge an der Tagesordnung waren. Die Durchschnittstemperatur im November lag bei 6,1°C. Der Maximalwert wurde in den ersten Tagen am 2.11 mit 18,2°C vermeldet. Im laufe des Monats wechselten sich anschließend mildere und kältere sowie trockene und nasse Tage ab. Was der Jahreszeit entsprechend oft zu Nebel oder Hochnebel führte. Insgesamt ein milder und recht nasser November mit gerade einmal 49h  Sonnenscheinstunden. Die Gesamtniederschlagsmenge wurde mit 115,2 l/m2 vermeldet. Niederschlagsreichster Ort in unserer Region war Freudenstadt mit insgesamt fast 200 l/m² (Quelle DWD). Richtung Monatsende ergab sich unter Zufuhr von kalten Polarluftmaßen winterliche Phasen mit Frost, gefährlich glatten Straßen und dem ersten Schnee welcher sichtbar liegen blieb. In deren Folge der Temperaturminimalwert am 27.11 von -5,5°C aufgezeichnet wurde.

Dezember, der Winter der ein Frühling war…….                                                                         mit Deutschlandweit durchschnittlichen +3,5 Grad  war der Dezember 2013 einer der fünf mildesten Weihnachtsmonate der letzten 30 Jahre gewesen. Es war relativ trocken und mild, abgesehen von den meist feuchten morgendlichen Nebelfeldern. Mit 50,6 h gemessenen Sonnenscheinstunden kam die Sonne Jahres-zeitlich bezogen überdurchschnittlich häufig zum Vorschein. Schnee war eher die Seltenheit und gab es wenn überhaupt nur auf den Bergen. Auch an der Wetterstation Gaggenau-Ottenau machte sich die Bundesweite Wetterlage mit einer Durchschnittstemperatur von 4,4°C bemerkbar. Die Maximaltemperatur wurde auch in diesem Jahr wiederum an den Weihnachtstagen mit rekordverdächtigen 18,3°C gemessen. Beim Minimalwert waren es dagegen gerade einmal -3,7°C am 16.12.  Die Gesamtregenmenge belief sich auf 79,2 l/m2 gemessen an 23 Rege

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